Was ist eigentlich mit den Fotoforen passiert?

Scheinbar ist es das Grösste unter den Nachwuchs-Fotografen, bei möglichst schlechtem Licht möglichst rauscharme Bilder zu machen.

Dagegen ist ja zunächst mal nichts einzuwenden, aber eigentlich ist doch Fotografieren „malen mit Licht“ und nicht „malen mit möglichsrt wenig Licht“.

Wie komm ich zu meiner Eingangsfrage?

In den üblichen Fotoforen traf man bisher Leute mit Erfahrung, und man konnte von deren Erfahrung profittieren.

Inzwischen hat man das Gefühl, daß auch dort eine "Facebookysierung" stattfindet.


Anfänger mit ganz viel angelesenem Halbwissen dominieren das Geschehen in den Facebook-Gruppen und zunehmend auch in den Foren.

Das, was da als „heisse Tipps“ gehandelt wird, nötigt einem erfahrenen Fotografen meist nur ein müdes Lächeln ab – Beispiele gefällig?

  • einem Anfänger, der daraus auch keine Hehl macht, das Zusammenspiel von Belichtungszeit, Blende und ISO nicht mal ansatzweise verstanden hat, sich RAW-Entwicklung nicht zutraut wird als erstes empfohlen, eine Festbrennweite zu kaufen.
  • jemandem, der einfach mal ein wenig in das Thema „entfesseltes Blitzen“ hineinschnuppern will, werden teure, aber unnütze E-TTL-Systeme empfohlen, weil man unbedingt ein AF-Hilfslicht braucht...
  • Leute, die mit ihren Bildern „irgendwie unzufrieden“ sind, werden Vollformat-Kameras und neue Objektive aufgeschwatzt, obwohl der Fragesteller selber ofensichtlich nicht mal die Grundlagen der Fotografie beherscht.
  • Wenn Leute nach Objektiven fragen, wird nicht nachgefragt, wozu das eingesetzt werden soll, woraus der Rest der Ausrüstung besteht, und wie das Budget ist – Nein!....da wird munter drauf los „geraten“ - Amazon ist da übersichtlicher, und die Rezensionen sind meist aussagekräftiger als 99% der Postings in diesen Gruppen und Foren zu diesem speziellen Thema.
  • Und last, but not least; der Klassiker: „Du brauchst Vollformat, weil das auch bei ISO 3200 kaum rauscht!“ - Ich frag mich ernsthaft, wie man vor 10J fotografiert hat, als ISO 400 das äusserste der Gefühle war. 

    Ausserdem macht Rauscharmut noch kein gutes Foto!

Diese Empfehlungen kommen in der Regel von Leuten, bei denen man ganz klar heraus liesst, daß sie keinerlei pers. Erfahrungn damit haben, aber vermutlich viele youtube-Videos gesehen haben und Foto-Zeitungen gelesen haben.

enlightened Die Wenigen, die es besser wissen, werden von diesen "selbsternannten Experten" mundtot gemacht – schade!

 

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Kommentare

Entweder das Bild rauscht, und wenn es wider erwarten nicht rauscht kippt es. Ist halt ein Modetrend, abgesehen davon das "alle" Foto´s die hochgeladen werden unscharf sind :).Schade das so viel Anfänger von solchen Kommentaren entmutigt werden. Aber als Tattergreis wie ich, versteht man nach 50 Jahren Fotografie  eh nichts von Selbiger ;).

Traurig eigentlich sowas ...

Was noch ganz wichtig ist. Der CROP Faktor. der ist wirklich nicht verachten. Anscheinend adelt er mehr die Kameras als das wirklich verstanden wird.

Photographie, griechisch.....bedeutet zu deutsch: Schreiben mit Licht!Noch Fragen?? :-)

Heute machen available light fotos die frueher einfach nicht gingen. Oder man verwendet Einbeinstativ oder Blitz. Inzwischen denke ich, "Lieber verrauscht als verwackelt" ist keine so schleche einstellung. Ich arbeite lieber mit Iso 6400 oder hoeher (5d mk3) under verzichte auf das Einbein. Das Bild ist Ergebnis does Gesamtsystems com Motiv ueber Kamera Fotograf Nachbearbeitung. Vieles verbessert such laufend. Dad sollten air nutzen, auch die alten Hasen, die MIT ihrer Erfahrung doch viel mehr rausholen koennen. Es sei denn man nimmt die Erfahrung als Brett vor den Kopf. Aber wins ist such klar ... Wenn man night Weiss was man tut gift allies nights. Nv